Am 15. September 1989 fand ein erstes Treffen statt zwischen Martin Pütz, Hubert Esser, Bruno Fuchs, Josef Hövel und Hajo Hellwig, mit dem Zweck, eine Wallfahrt nach Trier zum Apostelgrab des Hl. Matthias zu organisieren. Bereits im darauf folgenden Monat wurde eine Testwanderung, eine sogenannte Vortour durchgeführt. Schließlich sollte jeder der interessierten Pilger eine Vorstellung davon bekommen, ob seine Füße ihn auch wirklich nach Trier tragen würden. 

Christi Himmelfahrt 1990 war es endlich soweit. Die erste Wallfahrt von Kall nach Trier startete. Mit 18 Pilgern begannen wir und jedes Jahr kamen wieder neue dazu. Mittlerweile zählen wir 43 Mitglieder, eine Zahl, die momentan auch begrenzt bleiben muß, da es nicht immer möglich ist, so viele Pilger bei Gasteltern unterzubringen.

Am 30. Oktober 1994 erfolgte dann auch die Aufnahme in die Erzbruderschaft. Fünfmal mußte die Pilgergemeinschaft St. Nikolaus aus Kall zum Grab des Hl. Matthias wallfahrten, bis sie am letzten Sonntag im Oktober als Bruderschaft in die Erzbruderschaft in Trier aufgenommen wurde. Die Pilger legten ihr Pilgerversprechen vor Abt Ansgar Schmidt ab und versprachen, den Hl. Matthias zu ihrem Vorbild und Schutzpatron zu nehmen, um ihr Leben nach dem Zeugnis des Apostels immer wieder neu zu gestalten.

Einige Monate später am 29. April 1995 weihten wir unser Pilgerkreuz ein. Es steht auf dem Weg nach Trier in der Nähe von Marmagen am alten Weiher und wurde in vielen ehrenamtlichen Stunden angefertigt von Pilgerbruder Richard Cremer.
Jetzt hatten wir zwar unser Pilgerkreuz aber immer noch keine Fahne. Doch es dauerte noch eine Weile bis wir endlich “Flagge zeigen” konnten. Pünktlich zum Matthiasfest 1999 war es dann soweit. Die Fahne, die von Maria Zalfen-Lenz entworfen und von Anna Schönhardt genäht wurde, konnte der Bruderschaft vorgestellt werden.